Das Gotische Haus in Bad Homburg vor der Höhe
Foto: Norbert Miguletz
Das Gotische Haus ist ein Jagdschlösschen am Großen Tannenwald, das 1823 bis 1828 im Auftrag der aus Großbritannien stammenden Landgräfin Elizabeth (1770–1840) für ihren Mann, Landgraf Friedrich VI. von Hessen-Homburg (1769–1829), errichtet wurde. Nach dem Tod des Landgrafen diente das Gebäude unterschiedlichsten Zwecken und wurde mehrfach umgebaut, bis ein Brand es im Inneren 1980 völlig zerstörte. Bei der daraufhin erfolgenden Sanierung wurde das Äußere in der ursprünglichen Formensprache der Tudor-Gotik weitestgehend wiederhergestellt. Ein mehrgeschossiger, kleinteiligerer Beton- und Mauerbau ersetzte im Inneren jedoch die einst eingeschossigen Räumlichkeiten.
1985 zog das 1916 gegründete Städtische historische Museum in das Gebäude ein, das sich zuvor an verschiedenen Standorten in der Innenstadt befand. Es präsentierte im Gotischen Haus Sammlungen zur Stadt- und Landesgeschichte Hessen-Homburgs sowie Exponate der Kultur- und Kunstgeschichte.
Von 2020 bis Herbst 2025 wurde das Gotische Haus erneut saniert. Künftig werden alle Sammlungsbereiche, auch die zur Industrie- und Mobilitätsgeschichte, in regelmäßig wechselnden Präsentationen ausgestellt. Sonderausstellungen vertiefen die einzelnen Sammlungsgebiete.
Museum Gotisches Haus
Gotische Allee 1
61350 Bad Homburg vor der Höhe
Telefon
(0 61 72) 1 00 41 33
E-Mail
museum@bad-homburg.de
Internet
https://hessen.museum-digital.de/institution/49
Öffnungszeiten
Di bis Sa
14–17 Uhr
So und Feiertage
12–17 Uhr