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Blick in die Ausstellung; Foto: Museum „Hohe Schule“ Herborn

Museum „Hohe Schule“ Herborn


Aktuelles
November bis April:
Jeweils am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr offene Museumsführung. Anmeldung nicht erforderlich; 4 Euro pro Person.

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#AUFMACHER# Museum „Hohe Schule“ Herborn

Das Museumsgebäude
Foto: Museum „Hohe Schule“ Herborn

Das 1883 durch den Herborner Geschichtsverein gegründete Museum befindet sich seit 1939 in städtischem Besitz und wird vom Vorstand des Geschichtsvereins geleitet. Die Sammlungen sind seit dem frühen 20. Jahrhundert im historischen Kolleggebäude der ehemaligen Hohen Schule Herborn untergebracht. Diese Hochschule reformierter Konfession ohne Universitätsprivileg wurde 1584 von Graf Johann VI. von Nassau, dem Bruder Wilhelm von Oraniens, gegründet. Sie entwickelte sich bald zu einer wichtigen Bildungsstätte der calvinistischen Reformierten in Europa. Nach der Schließung der Hohen Schule im Jahr 1817 befindet sich als nachfolgende Institution seit 1818 das Theologische Seminar der Evangelischen Landeskirche in Herborn.

In der Ausstellung über die Geschichte der Hohen Schule (mit ihren Fakultäten Theologie, Medizin, Jura und Philosophie) werden verschiedene Lehrmittel wie das Tischplanetarium nach Orrery (um 1780) und Stücke aus der Anatomie gezeigt. Ausgestellt sind auch bedeutende Werke der Herborner Corvinschen Druckerei. Dazu gehört die „Piscator-Bibel“ des reformierten Gelehrten Johann Piscator, die mehrmals zwischen 1602 und 1654 in Herborn erschien. An das ehemalige Studentenleben erinnern ein Stammbuch sowie historische Gasthausfenster mit eingeritzten Studentennamen. Die Abteilung zur Apothekengeschichte enthält eine Offizin aus der Zeit um 1880 und teilweise ältere Apothekengefäße und -geräte.

In der archäologischen Abteilung wird der Wandel der materiellen Kultur und menschlichen Siedlung in der Region von der Steinzeit bis zum späten Mittelalter veranschaulicht. In den Dachgeschossen befinden sich kleinere Schauräume unter anderem zur bürgerlichen Wohnkultur, zu Gastwirtschaften, zur Hauswirtschaft (Küche) sowie zum Handwerk im 18. und 19. Jahrhundert. Ein Strumpfwirkerstuhl aus der Zeit um 1800 erinnert an ein einst blühendes Exportgewerbe der Stadt. Weiterhin werden Töpferwaren aus Breitscheid und Herborn gezeigt (Irdenware). Von den politischen Entwicklungen im 19. Jahrhundert zeugt insbesondere die Herborner Volkswehrfahne von 1848 in der Farbenfolge Schwarz-Gold-Rot. Eine Ausstellung historischer Waffen seit dem späten Mittelalter wird durch eine umfangreiche Präsentation von im Boden gefundenen Relikten des Luftkrieges aus den Jahren 1939 bis 1945 ergänzt.

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Museum „Hohe Schule“ Herborn

Schulhofstraße 5

35745 Herborn


Telefon
(0 27 72) 57 38 10


Internet
www.museum-herborn.de


Öffnungszeiten


Mi, Do, Sa, So

13–17 Uhr


und nach Vereinbarung

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