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Museum Judengasse, Frankfurt am Main; Foto: Norbert Miguletz, Jüdisches Museum Frankfurt

Museum Judengasse

#AUFMACHER# Museum Judengasse

Ein Modell zeigt die Fassaden und Dimensionen der Häuser über den ausgegrabenen Kellerfundamenten
Foto: Norbert Miguletz, Jüdisches Museum Frankfurt

Das „Museum Judengasse“ am Börneplatz wurde 1992 als Dependance des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt über Fundamentresten des einstigen Ghettos errichtet, die 1987 bei Bauarbeiten freigelegt worden waren. Die abgeschlossene Judengasse war 1462 als erstes jüdische Ghetto in Europa errichtet worden und bestand bis ins 19. Jahrhundert. Seit März 2016 präsentiert das Museum eine überarbeitete Dauerausstellung. Durch den verlegten Eingang sind nun der alte, bis ins Mittelalter zurückreichende jüdische Friedhof, die Gedenkstätte für die aus Frankfurt deportieren Juden und das Museum als Ensemble wahrnehmbar.

Inmitten der historischen Grundmauern von fünf Wohnhäusern, zwei Ritualbädern, zwei Brunnen und einem Kanal entfaltet die Ausstellung ein Panorama jüdischen Alltagslebens in der Frühen Neuzeit. Zur Einführung und topografischen Orientierung wird ein Acrylmodell der Judengasse multimedial bespielt. Die Choreografie ist auf einen Animationsfilm abgestimmt, der wesentliche Momente in der Geschichte und Kultur der Judengasse skizziert.

In der Dauerausstellung geht es unter anderem um die Beziehungen der Bewohner der Judengasse zu den christlichen Einwohnern Frankfurts, um die Vielfalt der Berufe, den Reichtum von Literatur und Musik in der Judengasse, die politischen Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde, dem Frankfurter Rat und dem Kaiser, das Lernen und Lehren in Schule und Synagoge sowie um den jüdischen Lebens- und Jahreszyklus. Die im Museum präsentierten Objekte und Geschichten lassen einen Juden und Christen gemeinsamen Kulturraum erkennen, der durch intensiven Austausch geprägt war. Kostbare Originale und seltene Zeugnisse werden begleitet und erschlossen durch Modelle, Hörstationen und multimediale Inszenierungen. Akustische Stadtführungen führen zu Orten, an denen Juden in Frankfurt unterwegs waren.

Ein mehrsprachiger Audioguide erschließt das Museum und den benachbarten Friedhof; Sehbehinderten steht eine eigene Audioführung durch die Ausstellung zur Verfügung. Ein Parcours mit interaktiven Stationen lädt Kinder zu detektivischen Streifzügen durch die Ruinen ein. 

 

 

 

 

 

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Museum Judengasse

Battonnstraße 47

60311 Frankfurt am Main


Telefon
(0 69) 21 27 07 90


Telefax
(0 69) 2 12-3 07 05


E-Mail
info@juedischesmuseum.de


Internet
www.museumjudengasse.de


Öffnungszeiten


Di

10–20 Uhr


Mi bis So

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Barrierefreiheit

  • Blinde und Sehbehinderte
  • Rollstuhlfahrende und Gehbehinderte

Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an das Museum.


Service

  • Audio-/Multimediaguide
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