Hadamar_Rekonstruierte Busgarage der ehemaligen Tötungsanstalt_KQ.jpg

Rekonstruierte Busgarage; Foto: Gedenkstätte Hadamar

Gedenkstätte Hadamar


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#AUFMACHER# Gedenkstätte Hadamar

Der Haupteingang zur Gedenkstätte
Foto: Gedenkstätte Hadamar

Die 1983 gegründete Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen befindet sich auf dem heutigen Gelände der Vitos Klinik Hadamar. Zwischen 1941 und 1945 wurden in der damaligen Landesheilanstalt etwa 15.000 Menschen ermordet.
In einer ersten Phase tötete man 1941 über 10.000 psychisch kranke und geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen in einer Gaskammer und äscherte ihre Leichen sofort ein. Zwischen 1942 und 1945 wurden in einer zweiten Phase neben Psychiatriepatienten und -patientinnen auch tuberkulosekranke Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern, „halbjüdische“ Fürsorgezöglinge, durch Bomben im Luftkrieg Geschädigte sowie psychisch traumatisierte Wehrmachts- und SS-Soldaten ermordet. Die etwa 4.500 Opfer starben an überdosierten Medikamenten, Mangelernährung und vorenthaltener medizinischer Versorgung. Ihre Leichen begrub man ab 1942 auf einem neu eingerichteten Anstaltsfriedhof in Massengräbern.
Zum Gedenken an die NS-„Euthanasie“-Opfer wurde 1953 ein Relief in der Eingangshalle der damaligen Landesheilanstalt eingeweiht. Es handelt sich dabei um das älteste Mahnmal für diese Opfergruppe in Deutschland. Zentrale Bereiche der Gedenkstätte sind heute die historische Busgarage als einziges noch erhaltenes Denkmal seiner Art, die historischen Kellerräume (mit der ehemaligen Gaskammer, dem Sezierraum und den Standorten der Krematorien aus der Zeit von 1941) und der Anstaltsfriedhof, der bereits seit 1964 in eine Gedenklandschaft umgewandelt wurde.
Eine Ausstellung über die NS-„Euthanasie“-Verbrechen berücksichtigt individuelle Opferschicksale ebenso wie Täterbiographien und schließt auch die Nachkriegsgeschichte mit ein. Die Gedenkstätte bietet Führungen und Studientage für Gruppen an, auch für Kinder ab zehn Jahren. Am ersten und dritten Sonntag des Monats findet eine öffentliche Führung um 14:30 Uhr statt.

 

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Gedenkstätte Hadamar

Mönchberg 8

65589 Hadamar


Telefon
(0 64 33) 9 17-1 72


Telefax
(0 64 33) 9 17 - 1 75


E-Mail
gedenkstaette-hadamar@Lwv-Hessen.de


Internet
www.gedenkstaette-hadamar.de


Öffnungszeiten


Di bis Do

9–16 Uhr


Fr

9–13 Uhr


erster und dritter So
im Monat

14–17 Uhr

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