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Dokumente von Zwangsarbeitern; Foto: Gunnar Richter

Gedenkstätte Breitenau

#AUFMACHER# Gedenkstätte Breitenau

Das ehemalige Kloster Breitenau
Foto: Gunnar Richter

Das im Jahr 1113 gegründete Benediktinerkloster Breitenau wurde während der Reformationszeit aufgelöst. In seiner Zehntscheune befindet sich seit 1982 eine Ausstellung, die der Geschichte und den Opfern des in nationalsozialistischer Zeit eingerichteten Lagers Breitenau gewidmet ist.
Zur Vorgeschichte des Lagers gehört, dass die ehemalige Klosteranlage seit 1874 als Arbeitshaus genutzt wurde. Die romanische, 1579 zum Kornspeicher und Pferdestall umgebaute, zweigeteilte Kirche nahm im Mittelschiff die Gefangenen auf, während der Chor und das Querschiff (1502 bis 1508 gotisch umgebaut) den Gemeindegottesdiensten zur Verfügung standen.

Zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft richtete man in Breitenau ein Konzentrationslager für politisch andersdenkende Personen aus dem Regierungsbezirk Kassel ein, das bis 1934 existierte.
Von 1940 bis 1945 wurde die Anlage als Arbeitserziehungs- und Konzentrationssammellager genutzt. Dieses diente der Inhaftierung von etwa 7.000 ausländischen und etwa 1.300 deutschen Gestapo-Gefangenen, von denen später jeder fünfte in Konzentrationslager wie Auschwitz, Dachau oder Buchenwald deportiert wurde. Die mit künstlerischen Mitteln gestaltete Ausstellung der Gedenkstätte beabsichtigt, die Strukturen des nationalsozialistischen Terrors zu verdeutlichen. In einem eigenen Raum werden exemplarisch vier Einzelschicksale aus Breitenau vorgestellt.

Jeden Sonntag um 14.30 Uhr findet für Einzelbesucher eine kostenlose Führung durch die Gedenkstätte statt. Im Rahmen einer Führung durch das ehemalige Klostergelände (nach Voranmeldung) können die originalen Räumlichkeiten (ehemalige Isolierzellen, Dusch- und Waschräume, Unterkünfte der Gefangenen) besichtigt werden.

Außerdem verfügt die Gedenkstätte über einen Medienvorführraum sowie eine Handbibliothek und ein Archiv, die der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stehen.

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Gedenkstätte Breitenau

Brückenstraße 12

34302 Guxhagen


Telefon
(0 56 65) 35 33


Telefax
(0 56 65) 17 27


E-Mail
gedenkstaette-breitenau@t-online.de


Internet
www.gedenkstaette-breitenau.de


Öffnungszeiten


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(an Feiertagen geschlossen)

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