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Der Procynosuchus; Foto: Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach

Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach

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Das Museum vor der Kirche St. Kilian
Foto: Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach

Der 1997 eröffnete Museumsbau im Zentrum der Altstadt Korbachs verbindet auf einzigartige Weise historische Bausubstanz und moderne Architektur. Das hier untergebrachte Museum wurde unter anderem wegen seiner kinderfreundlichen Präsentationen ausgezeichnet.

Eine besondere Attraktion ist seine paläontologische Abteilung, in der die Fossilienfundstätte „Korbacher Spalte“ vorgestellt wird. Die hier entdeckten 250 Millionen Jahre alten Fossilien sind für die Forschung von großer Bedeutung, nicht zuletzt durch den Nachweis des säugetierähnlichen Reptils Procynosuchus. Ein großes Permzeit-Diorama in der Ausstellung vermittelt eindrucksvoll die Welt der Vorfahren der Dinosaurier und der Säugetiere.
Der Rundgang durch die stadtgeschichtlichen Abteilungen führt zurück zu den Anfängen Korbachs als Marktplatz und kirchliches Zentrum und weiter in die Zeit, in der Korbach zum Städtebund der Hanse gehörte. Ein besonderes Exponat stellt die älteste Bürgermeisterkette Deutschlands dar. Die Stadt des 19. Jahrhunderts wird dem Besucher durch die Figur des Subconrectors Curtze nahegebracht. Die umfassenden Veränderungen im 20. Jahrhundert lassen sich anhand der Geschichte der Eisenbahn, einer Zeitung und einer Gummifabrik nachvollziehen.
Eine Sammlung gusseiserner Öfen und Ofenplatten verweist darauf, dass Waldeck eines der wichtigsten eisenerzeugenden Reviere Deutschlands vom 16. bis 18. Jahrhundert war. In der Bergbauabteilung im Untergeschoss des Museums sind Gesteine, Erze und Zeugnisse des historischen Kupfer- und Eisenerzbergbaus ausgestellt. Vor allem aber wird hier die Goldgewinnung in der Region dargestellt, denn der nahegelegene Eisenberg war eine der bedeutendsten Goldlagerstätten Mitteleuropas. Von etwa 1200 bis etwa 1620 suchten hier Goldgräber nach dem begehrten Metall. Im 20. Jahrhundert gab es Bemühungen, den Goldbergbau am Eisenberg wieder zu beleben, was unter anderem das Goldkästchen der Gebrüder Rauschenbusch aus den zwanziger Jahren belegt.
Im Dachgeschoss sind überwiegend keramische Funde (Gefäße und Ofenkacheln des 13. bis frühen 18. Jh.) von Ausgrabungen auf dem Gelände der Burg Eisenberg ausgestellt. Objekte zur Kirchengeschichte und Volksfrömmigkeit werden durch den Gemäldezyklus eines unbekannten Malers aus der Zeit um 1730 ergänzt, der acht großformatige Darstellungen der Josephsgeschichte aus dem Alten Testament umfasst. In einem anderen Kabinett können nicht nur Musikinstrumente und Dokumente der Korbacher Musikgeschichte seit dem 14. Jahrhundert besichtigt, sondern auch Musikstücke gehört werden.

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Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach

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