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Stadtgeschichtliche Dauerausstellung; Foto: Ulrich Lange

Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde

#AUFMACHER# Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde

Der Kurmainzer Amtshof in Heppenheim
Foto: Ulrich Lange

Im Jahr 1232 kam Heppenheim in kurmainzischen Besitz und wurde Sitz des Oberamtes Starkenburg. Als Verwaltungs- und Repräsentationsbau entstand der Amtshof der Mainzer Erzbischöfe, der nach dem Stadtbrand 1693 vereinfacht wiederaufgebaut wurde. Nach Absprache können im Kurfürstensaal die noch erhaltenen Wandmalereien aus der Renaissance besichtigt werden.

Gegenwärtig beherbergt der Gebäudekomplex unter anderem das Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde. In ihm wird die Entwicklung Heppenheims von der Vor- und Frühgeschichte über die Gründung des Ortes im Jahr 755 bis zum 20. Jahrhundert dargestellt. Ein Modell zeigt das Wahrzeichen der Stadt im Bauzustand des 18. Jahrhunderts: die um 1065 vom Kloster Lorsch gegründete Starkenburg.

In dem Abschnitt über das 19. und 20. Jahrhundert werden die Veränderungen der Arbeits- und Alltagswelt, die Entwicklung der örtlichen Industrie und das Vereinsleben in den 1920er Jahren vorgestellt. Ein Kleinkino lässt mit Werbefilmen die Zeit des Wirtschaftswunders in den fünfziger Jahren wiederaufleben. Zu den überregional bedeutenden Ereignissen und Personen gehören die Heppenheimer Versammlung führender deutscher Liberaler im Jahr 1847, die Gründung der FDP im Dezember 1948, Paul Geheeb und die von ihm 1910 gegründete Odenwaldschule sowie der Religionsphilosoph Martin Buber, der von 1916 bis 1938 in Heppenheim lebte.

Im zweiten Obergeschoss wird der Zeitraum von 1960 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts präsentiert. Ausstellungsthemen sind hier die "Gastarbeiter", der gesellschaftliche Wandel infolge der Studentenbewegung von 1968, die Altstadtsanierung sowie das sich verändernde Konsum- und Freizeitverhalten. Außerdem erfährt der Besucher Genaueres über die örtlichen Weinfeste, denn Heppenheim war bis ins 20. Jahrhundert hinein vom Weinbau geprägt. Auch sind hier regionaltypische Fastnachtsbräuche dargestellt.

Im Dachgeschoss des Hauptbaus befinden sich die Ostdeutschen Kultur- und Heimatstuben, in denen unter anderem Egerländer und Siebenbürger Trachten, Trachtenpuppen aus verschiedenen Landschaften, Brauchtumserzeugnisse, Gläser und Musikinstrumente zu sehen sind. Ein eigener Raum ist der Patengemeinde von Heppenheim, dem Städtchen Schönbach im Egerland, gewidmet. Fotos, schriftliche Dokumente sowie eine Bibliothek ergänzen die Präsentationen.
Geöffnet: So 10–12:30 Uhr, Telefon: (0 62 52) 7 16 17 oder (0 62 52) 7 71 71

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Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde

Kurmainzer Amtshof
Amtsgasse 5

64646 Heppenheim


Telefon
(0 62 52) 6 91 12


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