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Hessisches Landesmuseum Darmstadt


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Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt
Foto: Wolfgang Fuhrmannek, © HLMD

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt präsentiert kulturgeschichtliche, künstlerische und naturwissenschaftliche Objekte unter einem Dach. Seine Bestände gehen auf Sammlungen der Landgrafen von Hessen-Darmstadt (ab 17. Jh.) zurück und wurden im 19. und 20. Jahrhundert bedeutend erweitert. Das von 1897 bis 1906 errichtete Museumsgebäude ist ein Werk des in Darmstadt geborenen, bekannten Berliner Architekten Alfred Messel.

Die zoologische Abteilung zeigt Präparate sowohl von Tieren aus Hessen (sämtliche Landwirbeltiere) als auch aus aller Welt. Aus der Einrichtungszeit des Museums stammen die damals sehr modernen tiergeografischen Dioramen, die Tieren in ihren jeweiligen Lebensräumen präsentieren. Zu den neueren Beständen gehört eine umfangreiche Korallen- und Molluskensammlung. Weitere Abschnitte befassen sich mit Themen der Zell- und Molekularbiologie.
Die Entwicklung von der unbelebten zur belebten Natur kann in der geologisch-paläontologischen und mineralogischen Abteilung nachvollzogen werden. Unter den fossilen Tieren und Pflanzen bilden die Funde aus der Grube Messel (Weltnaturerbe) einen Schwerpunkt. Ein weiterer Bereich veranschaulicht die Entwicklung vom Vormenschen zum Urmenschen, der Geräte aus Stein herstellt (Beginn der Altsteinzeit). Hier begegnet man den acht wichtigsten Hominidenarten (lebensecht rekonstruierte Köpfe). Unter den ausgestellten Gesteinen sind prachtvolle Mineralien und Edelsteine zu entdecken. Mit einem geologischen Relief von Südhessen wird auf die regionalen Verhältnisse eingegangen (z. B. Basalt und Marmor aus dem Odenwald).
Die archäologische Abteilung präsentiert unter anderem ägyptische, griechische, etruskische und provinzialrömische Werke (z. B. ein Figurenmosaik aus Bad Vilbel, 2. Jh. n. Chr.). Einen Eindruck von antiken römischen Bauten vermitteln die 1770 bis 1800 von Antonio Chichi angefertigten Korkmodelle. Breiten Raum nimmt die Ausstellung über die Epochen von der Jungsteinzeit bis zur merowingisch-fränkischen Zeit mit Bodenfunden aus Süd- und Oberhessen ein.
Die kunsthandwerkliche Abteilung enthält herausragende Goldschmiedearbeiten (16. bis frühes 19. Jh.) und barocke Werke aus der landgräflichen Kunstkammer. Aus dem Mittelalter stammen Bilderhandschriften (9. bis 13. Jh.) sowie liturgische Geräte aus Elfenbein. Eine umfangreiche Sammlung vermittelt einen Überblick über die Ausprägungen des Jugendstils in Europa und in den USA. Außerdem werden ein Physikalisches Kabinett, Waffen und Rüstungen, Münzen, Hohlgläser, Keramik, Möbel, Kostüme und historische Musikinstrumente gezeigt. Einen eigenen Komplex bilden die Glasmalereien (13. bis 20. Jh.), unter denen sich mittelalterliche Kirchenfenster, in Grisaille bemalte Kabinettscheiben (16. Jh.) oder Zunftscheiben (17. Jh.) befinden.
1803 erwarb der spätere Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein Kupferstiche und Holzschnitte von Dürer und Rembrandt und schuf damit den Grundstock für die Grafische Sammlung. Zum Bestand gehören weiterhin neben Werken Darmstädter und süddeutscher Künstler italienische, französische und niederländische Zeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts (Michelangelo, Botticelli, Callot, Watteau u. a.). Die Skulpturensammlung umfasst mittelalterliche und barocke Werke, eine Kreuzigungsgruppe von Tilman Riemenschneider sowie Arbeiten des 19. und 20. Jahrhunderts.
Zu den Schwerpunkten der Gemäldesammlung zählen mittel- und oberrheinische sowie kölnische Altäre und Tafelbilder (Stefan Lochner), deutsche Stillleben des 17. Jahrhunderts, Beispiele der niederländischen Marine-, Architektur- und Genremalerei sowie Werke von Pieter Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens. Aus dem 19. Jahrhundert stammen Landschaftsbilder und Werke des Symbolismus, insbesondere Gemälde von Arnold Böcklin. Unter den Künstlern der klassischen Moderne sind Lovis Corinth, Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann vertreten. Neben Arbeiten zeitgenössischer deutscher Künstler wie Arnulf Rainer, Sigmar Polke und Gerhard Richter nimmt der in sieben Räumen präsentierte, weltweit umfangreichste Werkkomplex von Joseph Beuys (250 plastische Arbeiten der Jahre 1949 bis 1972) eine herausragende Stellung ein. Ferner sind unter dem Titel „Tiefe Blicke“ Malerei und Skulptur der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ausgestellt.

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