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Ausstellung zum Limburger Dom; Foto: © Michael Benecke

Domschatz und Diözesanmuseum

#AUFMACHER# Domschatz und Diözesanmuseum

Der Hohe Dom zu Limburg an der Lahn
Foto: © Bistum Limburg

Das Diözesanmuseum und der Domschatz befinden sich im „Leyenschen Haus“, einer Hofanlage des 16. bis 18. Jahrhunderts in der Nähe des Limburger Doms. Das Museum umfasst zwei Schatzräume im Kellergeschoss sowie eine 2011 modernisierte Dauerausstellung zur Geschichte des Bistums und der Kathedrale, in der ebenfalls bedeutende Glaubenszeugnisse und sakrale Kunstwerke gezeigt werden.

Die wertvollen Objekte des Domschatzes stammen zumeist aus dem Besitz des geistlichen Kurfürstentums Trier und gelangten im Zuge der Säkularisation erst in den Besitz der Herzöge von Nassau, bis diese sie dem 1827 neu errichteten Bistum Limburg übergaben. Der Domschatz umfasst Geräte für den gottesdienstlichen Gebrauch, Reliquiare (z. B. ein Petrusstab-Reliquiar aus dem Jahr 980) sowie bischöfliche Insignien wie Stab und Mitra. Bedeutendstes Werk ist ein Kreuzreliquiar aus dem 10. Jahrhundert, die sogenannte Staurothek. Diese byzantinische Goldschmiedearbeit aus Konstantinopel besteht aus einem Doppelkreuz, in das die Kreuzpartikel eingelegt sind, sowie einer Lade mit Emailarbeit, in der das Kreuz aufbewahrt wird.

Die Ausstellung zur Entwicklung, Ausstattung, Liturgiegeschichte und Restaurierung des Limburger Doms präsentiert bedeutende Werke wie das berühmte Weihereliquiar von 1058, wertvolle Paramente, filigrane Reliquiengärten und Glasmalereien aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Messgewänder aus chinesischem Importstoff (um 1700) werden Gewändern im Stil europäischer Chinoiserien gegenübergestellt. Bischofsporträts leiten über zur Darstellung der reichen Kloster- und Stiftsgeschichte der Region, die durch Kleinodien wie einem Reliquienglas aus dem 13. Jahrhundert, einer Kabinettscheibe des Hausbuchmeisters aus Kloster Arnstein (Prämonstratenser) oder einer Kusstafel aus Kloster Eberbach (Zisterzienser) illustriert wird. Außerdem sind in der Ausstellung herausragende regionale Zeugnisse wie die Reste des Totenbettes vom letzten Nassau-Hadamarer Fürsten Franz Alexander (gest. 1711) oder ein 1821 in Höhr gefertigtes Taufbecken aus Westerwälder Steinzeug zu sehen.

Im multifunktional gestalteten Erdgeschoss werden (außerhalb von Sonderausstellungen) skulpturale und malerische Kunstwerke der Diözese gezeigt. Hierzu gehören u. a. die Dernbacher Beweinung (Rheingauer Tonplastik, um 1420), zwei Aposteltafeln von Hans Holbein d. Ä. sowie Hadamarer Barockplastiken.

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Domschatz und Diözesanmuseum

Domstraße 12

65549 Limburg an der Lahn


Telefon
(0 64 31) 5 84 72 00

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Telefax
(0 64 31) 29 52 37


E-Mail
dioezesanmuseum@bistumlimburg.de


Internet
www.staurothek.de


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So, Feiertage

11–17 Uhr


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Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an das Museum.