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Themenraum „Rotkäppchen“; Foto: Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau

Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau

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Das Steinauer Amtshaus
Foto: Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau

Das 1562 errichtete Steinauer Amtshaus, ein Renaissance-Steinbau mit Schmuckfachwerk im Obergeschoss, diente bis 1975 als Amtsgericht. Hier lebte und arbeitete seit 1791 der Amtmann Philipp Wilhelm Grimm. Als er 1796 starb, musste seine Familie die „Dienstwohnung“ verlassen. Seine Frau Dorothea blieb mit den jüngeren Kindern bis 1805 in Steinau, während die ältesten Söhne Jacob und Wilhelm 1798 nach Kassel gingen, um dort das Gymnasium zu besuchen.

In dem seit 1998 Brüder Grimm-Haus genannten ehemaligen Steinauer Amtshaus wird an die Familie Grimm und besonders an Jacob, Wilhelm und den jüngeren Bruder Ludwig Emil erinnert (www.brueder-grimm-haus.de). Im Erdgeschoss des sanierten Gebäudes befanden sich einst die Wohnräume, von denen nur die Küche mit offener Herdstelle rekonstruiert und ausgestattet wurde. Neben der 1792 im Hause geborenen Charlotte Grimm werden ihre Brüder Jacob und Wilhelm als Wissenschaftler und Begründer der modernen Germanistik vorgestellt. Zu sehen sind zahlreiche Porträts der Brüder und kostbare Erstausgaben ihrer Werke. Dem Maler und Radierer Ludwig Emil Grimm ist ein eigenes Kabinett mit zahlreichen Originalen gewidmet.
Das Obergeschoss beschäftigt sich mit der Entwicklung der Erzähltradition und der literarischen Gattung des Märchens im europäischen Kontext. Behandelt werden die europäische Märchentraditionen vor den Brüdern Grimm, die Brüder Grimm und ihre Zeitgenossen, die Anfänge der Märchenillustration, Märchen in der Alltagskultur, im Zeichentrick-Film oder „Märchen und Kunst“. Märchenschallplatten, Fühlboxen mit Märchenrequisiten und Zinnfigurendioramen erlauben vielfache sinnliche Erlebnisse. Und da Königtum und finale Krönung Thema vieler Märchen sind, können die Besucher im letzten Raum eine große Krone betreten, in Filzkronen versteckte Hörstationen nutzen und sich selbst krönen.

Gegenüber dem Amtshaus befindet sich die Amtshofscheune, in der das Museum Steinau untergebracht ist. Vier Filme verdeutlichen die Entwicklung der Stadt anhand unterschiedlicher Aspekte. Die Ausstellung widmet sich besonders der Frankfurt-Leipziger-Handelsstraße, die für die Geschichte des Ortes von besonderer Bedeutung war. Kaiser wie Bettler zogen auf diesem Weg durch Steinau und blieben hier für kürzere oder längere Zeit. Während die Reisenden in einer der vielen Herbergen logierten, kümmerten sich die zahlreichen Steinauer Wagner, Schmiede und Sattler um Wagen und Pferde. Im Museum wird auch deutlich, wie beschwerlich das Reisen in früheren Zeiten war.

Eine eigene Abteilung zeigt Produkte des regionalen Töpferhandwerks vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. In Steinau wurde neben Irdenware auch Steinzeug produziert, was in der Ausstellung besondere Berücksichtigung findet. Ein Film führt die Herstellung eines speziellen, in Marjoß gefertigten Schraubtopfes vor.

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Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau

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